Christian Wulff ist neuer Bundespräsident

Zweifellos haben wir am Mittwoch die längste Wahl eines Bundespräsidenten seit 1949 erlebt – das war nicht nur für die Mitglieder der 14. Bundesversammlung, sondern für das ganze Land sehr anspannend. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff wird nun die Nachfolge Horst Köhlers im höchsten Amt unseres Landes antreten. Im dritten Wahlgang erhielt unser Kandidat die absolute Mehrheit.

Dieses Ergebnis bietet zunächst einmal Grund zur Freude: Ein geachteter, engagierter und erfahrener Ministerpräsident wird nun Bundespräsident. Ich bin mir sicher, dass Christian Wulff kluge Impulse für die wichtigen gesellschaftlichen und politischen Themen geben wird. Er besitzt die Fähigkeit, den Menschen in unserem Land Mut zu machen, ihnen Optimismus zu schenken, sie zu Engagement zu motivieren und diesem Engagement auch Anerkennung zu verschaffen.

Zugleich dürfen wir uns nun weder innerhalb der CDU noch innerhalb der Koalition durch gegenseitige Schuldzuweisungen aufreiben. Fakt ist: Auf unseren Vorschlag hin wurde der neue Bundespräsident im dritten Wahlgang gewählt. Fakt ist aber auch, dass die Wahl nicht reibungslos verlief. Es war nicht der Neuanfang, den wir derzeit brauchen. Eine Koalition ist immer ein Mannschaftsspiel, und wir wissen genau, dass dieses Mannschaftsspiel besser werden muss. Wir brauchen in den kommenden Monaten mehr Teamgeist! Deshalb kommt es nun darauf an, dass wir aus dem Geschehenen die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen und zugleich alles daran setzen, unser Land voranzubringen.





Ticker: